Christoph Ruf wieder im Fanprojekt zu Gast

Bereits im April dieses Jahres war Christoph Ruf bei uns in Paderborn zu Gast und hat aus seinem Buch „Fieberwahn“ gelesen. Wir konnten es uns nicht nehmen lassen, Christoph mit seinem aktuellen Vortag „Hund und Katz“ wieder zu uns ins Fanprojekt einzuladen. Der Autor hat auch dieses Mal viel Zeit mitgebracht und ist auf alle Fragen des Publikums eingegangen.

Das Fanprojekt-Team dankt Christoph für seinen Vortag, der alle zum Nachdenken angeregt hat.

Christoph kündigt seinen Vortag wie folgt an:

„Das Verhältnis zwischen aktiver Fanszene und der Polizei scheint nachhaltig vergiftet. Und das nicht ohne Grund. So gibt es Fälle von Polizeigewalt und –willkür, die in der Wahrnehmung der Fans meist ohne Konsequenzen bleiben. Darüber hinaus werden im Fußball-Alltag elementare Bürgerrechte massiv eingeschränkt, konservative Politikerinnen und Politiker sehen den Fußball als Experimentierfeld für eine Law-and-order-Politik, die demokratisch gesinnten Menschen Angst machen muss. Erschreckend ist es allerdings auch, mit welcher Freude viele Fans selbst dann am Feindbild Polizei festhalten, wenn Einsätze konfliktfrei und moderat ablaufen. Doch während beide Seiten Grund hätten, sich kritisch zu hinterfragen, scheint die öffentliche Meinung stets auf Seiten der Polizei zu sein.“

Zur Person Christoph Ruf:

Der Journalist Christoph Ruf („Kurvenrebellen, die Ultras, Einblicke in eine widersprüchliche Szene“/ „Fieberwahn, wie der Fußball seine Basis verkauft") beobachtet Konflikte seit Jahren. 

v.l.: Alexander Schildmann (Fanprojekt), Christoph Ruf (Autor) und Angelina Bracht (Fanprojekt)